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Die Variable KlangWiege

Die Variable KlangWiege ist ein therapeutisches Musikinstrument, das ich 1998 im Rahmen eines Forschungsprojekts von und mit Prof. H. Kapteina an der Uni/GH Siegen und in Zusammenarbeit mit dem "Haus der Frühen Hilfen" in Wiehl für den Einsatz in der Frühförderung entwickelt habe.

Mittlerweile wird die ständig weiterentwickelte Variable KlangWiege in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, geistig Behinderten, körperbehinderten Menschen und in der neurologischen Rehabilitation eingesetzt.
Für die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen ist die KlangWiege NICHT geeignet!

Die Grundidee für die Variable KlangWiege ist, ein musikalisches Therapiemittel zu schaffen, welches vielseitig eingesetzt werden kann , sich gut handhaben läßt, welches für viele Anwendungsbereiche geeignet ist und in seinen Möglichkeiten ausgebaut, ergänzt und angepaßt werden kann. Zudem soll es klanglich und optisch ansprechend sein. Auch sollen die Menschen, die in der KlangWiege behandelt werden immer die Möglichkeit haben, die Klänge selbst zu erzeugen.

Die Basis für die Variable KlangWiege bildet das GrundElement. Dieses ist ca. 150 cm (bzw. 185 cm in der XL-Version) lang, 100 cm breit und etwa 50 cm hoch.
Das GrundElement selbst ist nicht massiv gebaut. Es besteht aus einer Außen- und Innenhaut aus dünnem, aber hochfesten Birkenschichtholz, die von einer stabilen Innenkonstruktion getragen wird: ähnlich wie bei einem doppelwandigen Schiffsrumpf. Das GrundElement ist    dadurch relativ leicht und gut zu transportieren. Es dient damit als Resonanzkörper und verstärkt die Klänge und Schwingungen der mit Saiten bespannten KlangElemente. An den Seiten des GrundElements lassen sich nun die unterschiedlichen KlangElemente in allen möglichen Variationen anbringen:

Die KlangElemente:

Das Monochord/Tambura- Element ist auf der einen Seite mit 17 gleichgestimmten Saiten (Monochord) und auf der anderen Seite mit vier tiefen Baßsaiten Saiten in der Quint/Oktav-Stimmung der indischen Tambura bespannt.  Die hohen Töne des Monochords erzeugen in der Wiege einen obertonreichen Klangraum. Wenn man die Saiten gleichmäßig anstreicht werden spärisch - zarte Obertonmelodieen hörbar und laden zum Entspannen und Lauschen ein.

Die vier Saiten des TamburaElements lassen intensive Basstöne erklingen, deren Vibration in der ganzen KlangWiege deutlich spürbar sind.
Die KlangElemente sind in etwa so lang wie die KlangWiege und können auch ohne die Wiege als eigenständige Instrumente eingesetzt werden. An der Wiege können sie wahlweise mit der Tambura- oder die Monochordseite nach innen angebracht werden.

Einen ganz anderen Klang- und Aufforderungscharakter haben die Chimes- und GlockenElemente. Hier sind Aluminiumstäbchen verschiedener Länge bzw. Glöckchen in einem Fichtenholzrahmen aufgehängt. Sie können anstelle der Saitenelemente an der KlangWiege befestigt werden. Schon durch leichte Berührungen kommen sie in Bewegung und fangen an zu klingen.

Ganz neu ist das GeigenKontrabaß- und das CajonElement:

Das GeigenKontrabaßElement
(noch ohne Bild) ist auf der einen Seite mit 6 pentatonisch gestimmten saiten bespannt, die wie bei einer Geige mit dem Bogen angestrichen werden können. Das gibt intensive und langanhaltende Töne; auch das Improvisieren einfacher Melodiefolgen ist möglich.
Auf der anderen seite des KlangElements ist eine eintelne, sehr dicke und tief gestimmte Saite gespannt, die wahlweise angezupft oder angestrichen wird .

Das CajonElement (noch ohne Bild) nimmt in seinem Rahmen drei rechteckige Holztrommeln auf, deren Klang wie den brasilianischen Cajons durch dünne Holzplatten (anstelle des Trommelfells) erzeugt wird. Dieses Element kann man mit den Fingern und Händen oder mit Schlegeln spielen.

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